Aktuelle Informationen der Kelheim Fibres GmbH

25. Juli 2017

Responsible Care: Kelheim Fibres punktet mit toilettengängigen Feuchttüchern und integrierter Produktpolitik


RC Siegerehrung 2017 Kelheim Fibres
© Bayerische Chemieverbände

Über eine Auszeichnung für besonders gute integrierte Produktpolitik durfte sich Kelheim Fibres im Rahmen des Responsible-Care-Wettbewerbs 2017 vom VCI-Landesverband Bayern freuen. Thema des Wettbewerbs war „Kreislaufwirtschaft“ in den Responsible-Care-relevanten Handlungsfeldern Umweltschutz, Produktverantwortung und Dialog.
Kelheim Fibres, weltweit führender Hersteller von Viskosespezialfasern, konnte hier mit der eigens entwickelten Viskose-Kurzschnittfaser VILOFT® zur Herstellung von feuchtem Toilettenpapier punkten. Der Bedarf in diesem Segment steigt weltweit. Die Tücher aus Kelheimer Kurzschnitt lösen sich im Gegensatz zu herkömmlichen Feuchttüchern im Abwasser schnell auf und verhindern so ein Verstopfen der Pumpen in Abwassersystemen. Darüber hinaus – und ebenfalls im Gegensatz zu herkömmlichen handelsüblichen Produkten – sind diese Tücher vollständig biologisch abbaubar.
Damit bieten die Kelheimer Kurzschnitt-Fasern ein enormes Einsparpotential im Hinblick auf Energie und Instandhaltungskosten bei den regionalen Abwasserverbänden. Gleichzeitig lösen sie schon von vornherein das brisante Problem der zunehmenden Gewässerverschmutzung durch Mikroplastik und bieten so einen enormen Umweltvorteil.
Diese Tatsache überzeugte auch die Fachjury, die die eingereichten Projekte nach Qualität, Kreativität, Auswirkung und Beispielhaftigkeit beurteilte. Wörtlich heißt es in der Bewertung: „Das Projekt überzeugt durch die dargestellte integrierte Produktpolitik: Bereits beim Produktdesign steht der systemische Gedanke im Vordergrund. Es wird ein biopersistenter Stoff ersetzt. Durch diese Vermeidung von Abfall und Reststoffen entsteht deutschlandweit ein Einsparungspotential in kommunal genutzter Infrastruktur.“
Business Manager Horst Wörner freut sich: „Wir verfolgen das Thema „Flushable Wipes“ bereits seit Jahren. Mit VILOFT® bieten wir eine Lösung, die die Abwasserverbände weltweit schon seit Jahren fordern. Aber die Dimension des Problems und des entsprechenden Einsparpotentials ist leider noch nicht überall gleichermaßen bekannt. Der Responsible-Care-Preis bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und trägt hoffentlich auch zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit bei.“

Urkunde - Responsible Care



11. April 2017

Kelheimer Viskosespezialfasern – Mehrwert maßgeschneidert


Der übergreifende Charakter von Produktgruppen und Anwendungsbereichen ist laut eigener Aussage das Erfolgsrezept der Techtextil, der internationalen Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe. Die Basis dafür wiederum liefert der bayerische Hersteller von Viskose-Spezialfasern Kelheim Fibres: Die äußerst umfangreiche Palette verschiedenster funktioneller Faserprodukte ist der Rohstoff für eine ganze Reihe unterschiedlichster technischer Anwendungen, von Nonwovens bis zu Funktions-Bekleidung und von Sportswear bis zur Filtration.

Commercial Director Matthew North sieht das Alleinstellungsmerkmal von Kelheim Fibres so: „Unsere eigentliche Stärke liegt darin, unsere Fasern ganz exakt an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen, sei es an ihr Endprodukt oder an ihren Prozess. So generieren wir wirklichen Mehrwert für den Kunden und das ist die beste Grundlage für eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit.“ Dabei können die Kunden schon aus einer großen Auswahl an langjährig etablierten Kelheimer Marken - wie der äußerst vielseitigen Danufil® - oder innovativen Faserneuentwicklungen wählen: So zeigen die Bayern auf der Techtextil etwa die Faser Olea, die weltweit erste Viskosefaser mit inhärenter Hydrophobie, ebenso wie die Spezialität Bramante, die ganz im Gegensatz zu Olea über ein noch deutlich höheres Wasseraufnahmevermögen als eine Standard-Viskosefaser verfügt. Das ist möglich, weil Bramante Flüssigkeiten in Hohlräumen im Faserinneren speichert und sogar unter Druck dort behält. Somit ist Bramante ein idealer Rohstoff für wiederverwendbare Inkontinenzprodukte oder andere Hygieneartikel.

Eine ganz andere Zielrichtung verfolgt Danufil® BF, eine schwer entflammbare Viskosespezialität: Sie kann etwa in Form von Barrierevliesen in Matratzen, aber auch in Möbeln eingesetzt werden und so die Ausbreitung von Feuer verhindern helfen.

Allen Spezialfasern ist eines gemeinsam: Durch die gezielte Steuerung von Faserdimensionen und Faserquerschnitten oder durch den Einbau funktionaler Additive in die Fasermatrix bauen können die Kelheimer Faserprofis nicht nur zusätzliche neue Funktionalitäten in die Faser einbauen, sondern gleichzeitig die typischen Eigenschaften der Viskosefaser - wie z.B. Weichheit, Hautfreundlichkeit und Tragekomfort – erhalten.

Die Kelheimer Produkte punkten auch in Richtung Nachhaltigkeit, da sie zu 100 % aus Zellulose produziert werden, die nachhaltig angebaut wird und von den Organisationen FSC® und PEFC® zertifiziert ist. Auch nach dem Gebrauch muss der Konsument bei der Entsorgung kein schlechtes Gewissen haben – die Fasern sind biologisch abbaubar und auch als kompostierbar zertifiziert.

Besuchen Sie Kelheim Fibres auf der Techtextil vom 09. – 12. Mai 2017 in Frankfurt, Halle 3.1, Stand F23 (Bayern Innovativ Stand)!



15. Februar 2017

Kelheim Fibres geht neue Wege im Innovationsmanagement – Open Innovation beim Faserspezialisten


Mit der Veranstaltung eines Ideenwettbewerbs zum Thema „100 % Cellulosefasern neu gedacht“ geht der Hersteller von Viskosespezialfasern Kelheim Fibres neue Wege.
Der Ideenwettbewerb war Teil des vom Bio-Campus Straubing ausgeschriebenen Gründerwettbewerbs „Plan B – Biomasse. Business. Bayern“ und stand unter der Schirmherrschaft von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer.
„Ideen für neue Produkte und Anwendungsfelder kommen uns Entwicklern nicht einfach so im Traum, wir gehen da ganz gezielt und methodisch vor“, so Walter Roggenstein, Leiter der F&E bei den Bayerischen Faserprofis. „Für uns war dieser Ideenwettbewerb in Kooperation mit dem Biocampus Straubing ein Versuch, unseren Innovationsprozess zu beleben und nach außen zu öffnen.“ Matthew North, Commercial Director bei Kelheim Fibres, ergänzt: „Dabei ging es uns nicht nur um die konkreten Ideen - wir haben komplett neue Denkansätze und den Kontakt zu uns bisher fremden Branchen und Einsatzgebieten gewonnen. Und wir wollten vor allem auch die Gefahr der eigenen Betriebsblindheit auf diese Weise aushebeln.“
Vom Erfolg des Versuchs waren die Kelheimer äußerst positiv überrascht, und zwar vor allem von der Bandbreite der Ideen: Gut 20 verschiedene Vorschläge wurden eingereicht, dabei ging es von ganz einfachen, klar begrenzten und definierten Anwendungsvorschlägen bis hin zu visionären Zukunftsprodukten. Gleichermaßen unterschiedlich waren auch die Menschen hinter diesen Ideen: Vom Schüler über den erfahrenen Handwerker bis zum Akademiker reichten die Profile.
Als Sieger des Wettbewerbs durfte sich Dr. Jürgen Pettrak von der Straubinger Entwässerung und Reinigung über 2.500 Euro freuen. Seine Idee war es, Filter aus funktionalisierten Viskosefasern als vierte Klärstufe in Kläranlagen einzusetzen, welche die zunehmende Menge an endokrinen Stoffen aus dem Wasser filtern sollen. Diese endokrinen Stoffe gelangen durch den steigenden Einsatz von Medikamenten in Humanmedizin und Massentierhaltung in unser Wasser und können Folgen für das menschliche Erbgut haben.
Aber auch die anderen Vorschläge, die den Einsatz von Viskosefasern in umweltfreundlicher und gleichzeitig maßgeschneiderter Wundversorgung, in Halbzeugen mit aufgedruckten Leiterbahnen, in nachhaltigen Filzstiften, in Strohpressplatten im Objektbau oder auch eine Vermarktungsidee für regional hergestellte Faserprodukte adressieren, haben die Kelheimer begeistert und wurden mit weiteren Preisen ausgezeichnet.
„Diese tollen Ansätze werden bei uns nicht in der Schublade verschwinden“, verspricht Walter Roggenstein. „Ich bin überzeugt, dass aus dem einen oder anderen Gedanken ein Projekt und schließlich ein Produkt entstehen wird. Für uns wir haben aus dem Erfolg des Wettbewerbs den Entschluss gezogen, unseren Innovationsprozess auch weiterhin – nach innen und nach außen – zu öffnen.“

Awards_Ceremony
© Barbara Rötzer

Bei der Siegerehrung (vlnr): Walter Roggenstein (F&E-Leiter bei Kelheim Fibres), die Finalisten Familie Deinböck, Dr. Jörg Dörrstein, Dr. Albert Solleder, Christina Pop (in Vertretung für Dr. Pettrak), Sebastian Kehrer und Matthew North (Commercial Director bei Kelheim Fibres)



06. Februar 2017

Kelheim Fibres mit Neuem und Bewährtem auf der index17


Mit einer Mischung aus neuen und bewährten - kontinuierlich weiter entwickelten - Produkten präsentiert sich der Viskose-Spezialfaserhersteller Kelheim Fibres auf der index17 in Genf.
Ein großes Thema bleibt „Flushability“, also die Toilettengängigkeit von Feuchttüchern. Mit der flachen Kurzschnittfaser Viloft® bietet Kelheim Fibres die erste Viskosefaser für erwiesenermaßen schnell auflösbare Feuchttücher an. Aber darauf und auf den bereits mehr als zehn Jahren Erfahrung ruhen sich die Bayern nicht aus, im Gegenteil: Erst im vergangenen Jahr wurden gemeinsam mit dem lokalen Abwasserzweckverband und dem renommierten Pumpenhersteller WILO umfangreiche Tests durchgeführt.
„Wir wollten noch einen Schritt weiter gehen als die Tests in den Flushability-Guidelines verlangen und sehen, was in der Praxis, also im Kanalsystem, wirklich passiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen (spunlace-)Tüchern, die in kurzer Zeit zu Verstopfungen und blockierten Pumpen führten, haben die Tücher aus Viloft® den Test mit Bravur bestanden. Und erst die enge Zusammenarbeit mit dem Abwasserzweckverband hat uns deutlich gezeigt, wie hoch der Schaden durch falsch entsorgte Feuchttücher in den Kläranlagen wirklich ist. Die erhöhten Wartungskosten machen allein in Deutschland jährlich knapp 200 Mio. Euro aus – und die bezahlt am Ende natürlich der Verbraucher“, so Matthew North, Commercial Director von Kelheim Fibres. Neben der guten Auflösbarkeit, die Pumpen schont, bieten die Feuchttücher aus Viloft® den Vorteil, dass sie kompostierbar sind: Sie bestehen zu 100 % aus Zellstoff und sind vollständig biologisch abbaubar.
Als weltweit wichtigster Lieferant von Viskosefasern für die Tamponindustrie bleiben Hygienefasern natürlich ebenfalls ganz oben auf der Agenda der Bayern. Die patentierte, extra saugfähige Spezialfaser Galaxy®, höchste Hygienestandards sowie ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden ermöglichen hier dauerhafte Partnerschaften auf Augenhöhe – der kürzlich von P&G an Kelheim Fibres verliehene „External Business Partner Excellence Award 2016“ ist ein Beweis dafür. Aber auch vor ganz neuen Themen machen die innovativen Faserprofis keinen Halt: So hat die hauseigene F&E mit der Viskosefaser Electra eine Faser entwickelt, die in den unterschiedlichsten Bereichen zur Ableitung von statischen Ladungen eingesetzt werden kann. Aktuell wird der mögliche Einsatz dieser Faser in Verbindung mit sensiblen elektronischen Komponenten untersucht.
Kelheim Fibres präsentiert die genannten Produkte und viele weitere funktionalisierte Spezialfasern auf der index17 in Genf am Stand 2415.